Drapak-Rodeo trotz Schwierigkeiten ein cooles Rennen

Als großes Team reisten wir am letzten Freitag ins Riesengebirge. Aufgrund der Nähe zu unserer Heimat konnten alle auf die Unterstützung unserer Betreuermädels plus Betreuer Knut zählen. Auch sie kamen geschlossen mit nach Petrikovice, ein kleiner Ort in der Nähe von Trutnov.

Nach unserer Ankunft gab es aber bereits die erste Überraschung. Bei der Abnahme wurden neue Startnummern vergeben Nicht die Nummern, wie ursprünglich bei der Anmeldung im Onlineportal angegebenen wurden verwendet, sondern in der Reihenfolge vor Ort.

Dies bedeutete erst einmal lange Gesichter. Denn der Prolog wurde in Reihenfolge der Startnummern gefahren und damit fanden sich alle ganz am Ende des Feldes wieder. Die Folge war eine bereits sehr ramponierte Strecke und viele Überholvorgänge von langsameren Fahrern waren nötig.

Dennoch konnten sich die Plätze sehen lassen. Marcel Teucher kam auf Rang 14. Felix Bräuer auf Rang 41 und Denis Krusche auf Rang 75.Drapak2

Damit standen alle unter den Top100 und durften somit die PRO Strecke fahren. Ebenfalls mit nach Tschechien gereist war Eric Mainhardt, er kam auf Rang 162 und durfte damit die Hobbystrecke fahren.

Am Sonntag Morgen vor dem Extremendurolauf stieß auch noch Marcel Kis zum Team. Es war auch möglich ohne Prolog zu starten, er nahm damit mit der Nummer 102 die PRO Strecke unter die Stollen.

Etwas durcheinander gab es vor dem Start. Die Startzeit sollte auf 10.30 Uhr verschoben werden. Punkt 10.00 Uhr entschloss man sich dann ohne neue Durchsage plötzlich doch zum Start. Mit etwas Hektik schafften es aber doch noch alle noch rechtzeitig zum Start. Was dann folgte war Enduro pur. Auf rund 40km galt es 15 Checkpoints zu meistern. Leider war aber zwischen CP 1 und 2 das Flatterband weggefahren, somit suchten alle wirr nach dem richtigen Track. Darunter auch Felix und Marcel. Beide verloren so rund 30 Minuten. Für Denis Krusche kam nach dem zweiten Checkpoint bereits das aus. Die Kupplung an seiner KTM versagte und somit war nicht mehr an ein weiterfahren zu denken. Unser Schmannewitzer wird sich nun erstmal dem Motocross widmen.

Für unsere anderen beiden Piloten war es nicht so einfach die verlorene Zeit wieder aufzuholen. In den engen Gräben bildeten sich immer wieder Staus.

„Nach dem ersten Checkpoint fehlte plötzlich Absperrband und eine große Gruppe von Rund 30 Fahrern inklusive Felix und Mir verfuhr sich im Wald. Ein vorheriger Fahrer hatte das Absperrband zerrissen und somit war keine Streckenführung mehr erkennbar, da wir uns auf der eingefahrenen Prologspur befanden. Nach 20 Minuten suchen, waren wir wieder auf den richtigen Track und starteten die Aufholjagd.“ Schilderte Marcel die Situation.

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Er fuhr auf Rang 16 ins Ziel. Felix kam bis zu Checkpoint 13, danach war Krieg im Wald und die vorgeschriebene Fahrzeit von 4 Stunden vorbei.

Als einer der letzten Piloten kam Marcel Kis ins Ziel. Für ihn war es eine umso größere Leistung, erstens von ganz hinten gestartet und zweitens mit einer Hufo an den langen Hängen unterlegen.

Eric Mainhardt schaffte in der Hobbyklasse Rang 34 und strahlte mit seinem Kumpel Ronny um die Wette „Enduro vom feinsten“ so Eric.

Alle Ergebnisse sind aber anzuzweifeln. Aufgrund des fehlenden Absperrbandes zu Beginn wurde gleich alles durcheinander gewirbelt. Zweitens benötigte die Zeitnahme fast eine Woche um alle Checkpoint Listen auszuwerten. Nach der Veröffentlichung Mitte der Woche kam dann der Schock. Marcel, Felix sowie vielen weiteren Piloten fehlten Checkpoints, damit fielen sie im Endergebnis noch weiter zurück.

Marcel ist es nicht klar warum dies passierte: „Mir fehlt plötzlich Checkpoint 12. Ich bin mir aber sicher, dass ich die komplette Strecke gefahren habe. An diesem Checkpoint war ich mit der Startnummer 26 unterwegs, er wurde korrekt gewertet, obwohl ich quasi an seinem Hinterrad fuhr. Trotzdem wurde meine Startnummer 14 aber nicht notiert. Ich bin entäuscht, denn durch die falsche Zeitnahme wird nun ein sehr schönes Rennen in Frage gestellt. Die Streckenführung war wirklich gut, somit ist es schade, dass die Auswertung nicht klappte.“

Weiter geht es nun am Erzberg Ende Mai.

Video

Drapak Rodeo 2014 – Onboard Felix Bräuer from Enduro.de on Vimeo.